Metin 2 - Jugendlicher wegen virtuellen Diebstahls verurteilt

Geschrieben am 07.11.2010 um 17:33 Uhr

Das Amtsgericht Augsburg hatte sich diesmal mit einem eher seltenen Fall zu beschäftigen: Ein Jugendlicher entwendete zwei Spielern des Online-Rollenspiels "Metin 2" deren Passwörter. Die beiden Charaktere beraubte der Täter virtuell um ihre Ausrüstungsgegenstände um den eigenen Charakter in der Entwicklung schneller fortschreiten zu lassen.

Der Jugendliche wurde nun vom Gericht wegen der rechtswidrigen Veränderung von Daten zu einer Geldstrafe über EUR 1.000,00 sowie zu 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

Dieses Beispiel zeigt, dass auch solche, vermeintlich kindische Handlungen, zu verhältnismäßg hohen Strafen führen können. Da nicht klar ist, um welche Gegenstände genau es sich handelte, kann der Schaden natürlich relativ hoch sein, da man diese teilweise um Geld erwerben kann.

Bleibt also abzuwarten, ob der Gesetzgeber neue Gesetze bzgl. virtuellen Diebstahls beschließt.


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